

Was ist Demenz?
Das Krankheitsbild ist gekennzeichnet durch Gedächtnis- und Orientierungsstörungen sowie Störungen des Denk- und Urteilsvermögens. Erste Veränderungen können sich bereits 50 Jahre vor einer klinischen Manifestation einstellen. Demenz ist mit schulmedizinischen Mitteln nicht heilbar.
Was verursacht Demenz?
Bei Demenzkranken nimmt nicht nur das Erinnerungsvermögen ab, sondern auch die Fähigkeit, klar zu denken und Zusammenhänge zu erfassen. Der Krankheitsverlauf und das veränderte Verhalten der Betroffenen bürdet den pflegenden Angehörigen eine kaum vorstellbare Last auf. Trotz zusätzlicher Hilfen sind aber immer weniger Familien heute in der Lage, die häusliche Betreuung aufrecht zu erhalten. Es bleibt dann nur noch die Unterbringung in ein Heim. Gute Heime sollten die Privatsphäre des Patienten schützen, seine Selbstständigkeit fördern, für geistige Aktivierung und körperliche Fitness sorgen und die Angehörigen auf Wunsch in die Pflege mit einbeziehen.
*) The Nun Study
Statistik:
Für nur 4,3 Prozent der über 65-jährigen stehen in Deutschland Pflegebetten bereit (Stand 2008). In den nächsten Jahren müssen pro Jahr bis zu 25.000 Betten neu hinzukommen. Experten sprechen deshalb von einem bevorstehenden Pflege-Gau.
- Bezogen auf Europa geht man von rund 6 Mio. Dementen aus.
- Etwa 70% sind Frauen, 30% Männer.
- Regionale oder soziodemografische Ausprägungen sind bislang nicht feststellbar.
- Die direkten Kosten für die Langzeitpflege betragen in Deutschland je Patient und Jahr zwischen € 60.000,- und € 80.000,-. Von diesen Kosten tragen die betroffenen Familien rund 70%, nur 30% der Kosten werden von den Kassen übernommen. Zusätzlich zu berücksichtigen sind erhebliche indirekte Kosten z. B. für Umbauten und andere Folgekosten.
- Weniger als 20% der Patienten kommen heute in den Genuss einer „angemessenen“ Therapie Tendenz weiter fallend.
- Der Anteil der familiären Pflege geht dramatisch zurück.
- Diese Defizite sollen u. a. durch den verstärkten Einsatz neuer Medikamente kompensiert werden.